Prüfungsvorbereitung 8 Min. Lesezeit 5. April 2026 William Greger

BZF-Prüfung bestehen: So bereitest du dich richtig vor

Alles zur Vorbereitung auf die BZF-Prüfung bei der Bundesnetzagentur: Prüfungsablauf, Bestehensgrenze, häufige Fehler im mündlichen Teil und wie du mit dem richtigen Training sicher bestehst.

Wie ist die BZF-Prüfung aufgebaut?

Die Prüfung zum Beschränkt Gültigen Sprechfunkzeugnis (BZF) wird von der Bundesnetzagentur abgenommen und besteht aus zwei voneinander unabhängigen Teilen, die in der Regel am selben Tag stattfinden:

1. Schriftlicher Teil

Der schriftliche Teil umfasst 30 Multiple-Choice-Fragen aus dem offiziellen Fragenkatalog der Bundesnetzagentur. Jede Frage hat vier Antwortmöglichkeiten, von denen genau eine korrekt ist. Die Prüfung ist zeitlich begrenzt. Zum Bestehen sind mindestens 70 % der Fragen korrekt zu beantworten – also mindestens 21 von 30 Fragen. Der Fragenkatalog ist öffentlich zugänglich und kann vorab vollständig durchgearbeitet werden.

2. Mündlich-praktischer Teil

Der mündlich-praktische Teil ist die eigentliche Herausforderung: Du wirst in typische Situationen aus dem Flugbetrieb versetzt und musst per Simulation mit einer Bodenfunkstelle kommunizieren. Die Prüfer der Bundesnetzagentur beurteilen dabei deine Phraseologie, Aussprache, Korrektheit und Routine. Beim BZF 1 kommt neben dem deutschen Prüfungsgespräch zusätzlich ein englischsprachiges Sprechfunkgespräch hinzu.

Beide Prüfungsteile müssen bestanden werden. Wer im schriftlichen Teil nicht die Mindestpunktzahl erreicht, darf dennoch den mündlichen Teil ablegen – ist aber verpflichtet, den schriftlichen Teil zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.

Die häufigsten Fehler im mündlichen Teil

Der schriftliche Teil ist für gut vorbereitete Kandidaten meist kein Problem. Der mündliche Teil hingegen überrascht viele – nicht wegen des Schwierigkeitsgrades, sondern wegen fehlender Praxis. Das sind die typischen Stolperfallen:

  • Freie Formulierungen statt Standardphrasen: „Ich bin jetzt auf Höhe 1500 Fuß" ist falsch. Richtig: „D-EXYZ, Höhe 1500 Fuß." Die Prüfer erwarten ICAO-konforme Phraseologie.
  • Fehlendes oder falsches Rufzeichen: Jede Aussendung beginnt zwingend mit dem Rufzeichen der angerufenen Stelle, gefolgt vom eigenen Rufzeichen. Dieser Aufbau muss automatisch sitzen.
  • Fehlende Rückhörbestätigung: Sicherheitsrelevante Informationen (Freigaben, Squawk-Codes, Startfreigaben) müssen wörtlich zurückgelesen werden.
  • Notkommunikation nicht geübt: MAYDAY und PAN-PAN-Meldungen sind prüfungsrelevant und müssen auswendig und fehlerfrei kommen.
  • Zu schnelles Sprechen: Sprechfunk erfordert klare, deutliche und rhythmische Aussprache – kein Redefluss, sondern strukturierte Blöcke.
  • Kein Readback bei Squawk-Zuweisung: Transponder-Codes sind rücklesepflichtig. „Squawk 2347" muss wortgenau wiederholt werden.

Effektive Vorbereitung in vier Schritten

Schritt 1: Fragenkatalog verstehen

Der offizielle Fragenkatalog der Bundesnetzagentur enthält alle möglichen schriftlichen Prüfungsfragen. Wichtig: Verstehe die Logik hinter jeder Frage – lerne sie nicht blind auswendig. So bist du auch dann sicher, wenn eine Frage leicht abgewandelt formuliert ist. Im Operations Center von BZF-Kurs.de steht dir ein interaktiver Übungsmodus für den vollständigen Fragenkatalog zur Verfügung, inklusive Statistik zu deinen Schwachstellen.

Schritt 2: Phraseologie verinnerlichen

Die wichtigsten Phraseologieblöcke für die Prüfung sind: Erstkontakt und Anmeldung beim Flugplatz, Rollfreigaben, Startfreigabe und Abflugmeldung, Positionsmeldungen in der Platzrunde, Landefreigabe, MAYDAY- und PAN-PAN-Meldungen sowie Notfrequenz 121,5 MHz. Diese Blöcke müssen automatisch und fehlerfrei kommen – nicht halbwegs richtig.

Schritt 3: Prüfungssituationen simulieren

Das Entscheidende: Die mündliche Prüfung ist keine Wissensabfrage, sondern eine Kommunikationssimulation. Wer sie noch nie geübt hat, bemerkt in der Prüfung, dass Wissen allein nicht reicht. Im Live-Training von BZF-Kurs.de führen wir deshalb echte Prüfungssimulationen durch – in kleinen Gruppen, mit sofortigem und detailliertem Feedback.

Schritt 4: Prüfungstag richtig angehen

Die Prüfer der Bundesnetzagentur sind keine Gegner – sie möchten, dass du bestehst. Wenn du einen Fehler merkst, korrigiere dich ruhig selbst und fahre fort. Selbstkorrektur zeigt Kompetenz. Sprich langsam, deutlich und strukturiert. Kein Prüfer erwartet Perfektion – aber er erwartet korrekte Phraseologie und sicheres Auftreten.

Wie lange dauert die Vorbereitung?

Mit einem strukturierten Kurs sind die meisten Teilnehmer in 4 bis 6 Wochen prüfungsbereit. Entscheidend ist dabei nicht die Gesamtlernzeit, sondern die Anzahl der absolvierten Sprechfunksimulationen. Wer regelmäßig an den Live-Trainings teilnimmt, entwickelt automatisch die nötige Routine – und geht ohne Nervosität in die Prüfung.

Was passiert bei Nichtbestehen?

Wer einen Prüfungsteil nicht besteht, kann diesen nach einer Wartezeit wiederholen. Der jeweils bestandene Teil muss in der Regel nicht erneut abgelegt werden. Die genauen Wiederholungsregelungen teilt die zuständige Stelle der Bundesnetzagentur mit. Eine solide Vorbereitung macht den Wiederholungsfall jedoch zur seltenen Ausnahme – unsere Teilnehmer bestehen zu 99,8 % beim ersten Versuch.

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