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Phraseologie & Technik 9 Min. Lesezeit 5. April 2026 William Greger

BZF Phraseologie: Die wichtigsten Sprechfunkphrasen für den Flugfunk

Die offizielle DFS-Phraseologie für Piloten: Funktests, Transponder-Codes, Höhenmessereinstellungen und Notverfahren für das BZF 1 & 2.

BZF Phraseologie: Die wichtigsten Sprechfunkphrasen für Piloten

Wer die BZF-Prüfung bei der Bundesnetzagentur bestehen will, muss die offiziellen Sprechgruppen der DFS (Deutsche Flugsicherung) blind beherrschen. Normale Ausdrucksweise ist am Funk laut Regelwerk nur dann gestattet, wenn Standard-Sprechgruppen einer beabsichtigten Übermittlung nicht dienlich sind. Wir werfen einen detaillierten Blick auf die wichtigsten Phrasen, die jeden Tag im Cockpit gebraucht werden.

1. Herstellen der Sprechfunkverbindung (SERA.14055)

Beim Erstkontakt auf einer Frequenz sind zwingend die vollständigen Rufzeichen zu verwenden. Ein Ruf beginnt immer mit der Bezeichnung der gerufenen Funkstelle, gefolgt von der Bezeichnung der rufenden Funkstelle.

  • Pilot: "LANGEN INFORMATION, D-EABC"
  • Lotse: "D-EABC, LANGEN INFORMATION"

Wichtig für die Prüfung: Abgekürzte Rufzeichen (z. B. "D-BC") dürfen erst verwendet werden, nachdem ein Funkkontakt erfolgreich hergestellt wurde und eine Verwechslung unwahrscheinlich ist. Das Luftfahrzeug darf sein Rufzeichen erst dann selbst abkürzen, wenn die Bodenfunkstelle dies zuerst getan hat!

2. Der Funktest (Radio Check) und die Lesbarkeit (SERA.14035)

Vor dem Flug oder bei Frequenzwechseln wird oft die Verbindungsqualität geprüft. Die Phraseologie lautet: "WIE VERSTEHEN SIE MICH?" (Englisch: "HOW DO YOU READ?"). Die Antwort erfolgt anhand einer fest definierten Skala von 1 bis 5:

  • 1: Unleserlich (Unreadable)
  • 2: Zeitweise lesbar (Readable now and then)
  • 3: Schwer lesbar (Readable but with difficulty)
  • 4: Lesbar (Readable)
  • 5: Sehr gut lesbar (Perfectly readable)

Ein typischer Funkspruch lautet also: "D-BC, ICH LESE SIE 5" ("READING YOU 5").

3. Transponder-Phraseologie (SERA.13010)

Der Transponder (SSR) überträgt deine Position und Höhe an das Radar der Flugsicherung. Im Sprechfunk heißt dieses Gerät "SQUAWK".

  • Anweisung zur Code-Eingabe: "SQUAWK 7000" (Standard-VFR-Code in Europa)
  • Aktivierung der Identifikations-Taste: "SQUAWK IDENT" (Der Pilot drückt den Ident-Knopf, das Ziel blinkt beim Lotsen auf dem Radarbildschirm).
  • Transponder auf Standby schalten: "SQUAWK STANDBY"

4. Korrekturen am Funk

Jeder macht mal Fehler. Wenn du dich beim Senden versprichst, wird nicht einfach "Äh, nein, ich meine..." gesagt. Die offizielle Sprechgruppe lautet "BERICHTIGUNG" (Englisch: "CORRECTION"). Beispiel: "SQUAWK 7001, BERICHTIGUNG, SQUAWK 7000."

5. Beendigung des Funkkontaktes

Ein klassischer Durchfall-Grund in der Prüfung ist das falsche Abmelden. Möchtest du die Frequenz verlassen, lautet die korrekte Phraseologie:

  • Pilot: "VERLASSEN DER FREQUENZ" ("REQUEST TO LEAVE FREQUENCY")
  • Bodenstelle: "VERLASSEN [DER FREQUENZ] GENEHMIGT" ("APPROVED TO LEAVE [FREQUENCY]")

Erhältst du jedoch die Anweisung "FAHRT GENEHMIGT OHNE ABMELDUNG" ("PROCEED AS REQUESTED NO FURTHER CALL REQUIRED"), darfst und sollst du die Frequenz ohne einen weiteren Funkspruch wechseln, um die Frequenz nicht unnötig zu blockieren.

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William Greger

Autor

William Greger

Pilot mit PPL(A)-Lizenz und Gründer von BZF-Kurs.de und BZF-Fragen.de. William hat selbst online für das BZF gelernt und hilft seitdem neuen Flugschülern, ihre Prüfung bei der Bundesnetzagentur zu bestehen.

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Inhaltsverzeichnis
1. Herstellen der Sprechfunkverbindung (SERA.14055)2. Der Funktest (Radio Check) und die Lesbarkeit (SERA.14035)3. Transponder-Phraseologie (SERA.13010)4. Korrekturen am Funk5. Beendigung des Funkkontaktes
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